Großdemonstration: Stoppt den türkischen Angriffskrieg

Mit weit über tausend Menschen haben wir heute in Stuttgart gegen den Angriffskrieg der Türkei auf Rojava protestiert. Zeitgleich waren in Deutschland, Europa und verschiedenen anderen Orten auf der Welt Hunderttausende auf den Straßen. Seit über einer Woche versuchen die türkische Armee und ihre dschihadistischen Söldner Boden in Rojava zu machen. In Rojava werden mit den SDF (Syrian Democratic Forces) und der kurdischen YPG/ YPJ (Volks-/ Frauenverteidigungskräfte) die Kräfte angegriffen, die zuvor den IS besiegt haben. Ganz vorne mit dabei: Deutsche Waffen und Kriegsgeräte.

Ein lautstarker Demonstrationszug mit vielen Schildern und Fahnen zog durch die Innenstadt bis zum Schlossplatz. Schilder wie, Deutsche Waffen deutsches Geld morden mit in aller Welt betonten die deutsche Beteiligung am türkischen Angriff. An mehreren Stellen wurden in der Demonstration Rauchtöpfe und Bengalos gezündet, was die kämpferische Stimmung unterstrich. Am Schlossplatz angekommen, entschieden sich die AktivistInnen spontan dazu, die Demonstration selbstbestimmt und ohne Anmeldung weiterzuführen.

Diesen spontane Protest nahm die Polizei zum Anlass mehr als Hundert Personen zu kesseln, ihre Personalien festzustellen und einige AktivistInnen vorübergehend festzunehmen. Auffällig waren auch zahlreiche Zivilpolizisten, die sich unter die DemonstrantInnen mischten und diese ausspähten. Teilweise konnten die Zivicops enttarnt und von der Demo verwiesen werden.

Lassen wir uns von dieser Repression nicht klein machen. Die Bullen sind nun mal die Handlanger der deutschen Regierung. Sie greifen uns an, weil wir die Verbindungen zwischen der deutschen Regierung und Erdogan aufzeigen und für ein fortschrittliches Projekt auf die Straße gehen. Ihr Ziel ist die Proteste zu spalten und uns einzuschüchtern. Lassen wir das nicht zu! So wie wir auf der Straße zusammen stehen, stehen wir auch bei Repression zusammen. Wenn ihr Stress mit der Polizei habt meldet euch bei der Roten Hilfe Stuttgart. Beratungen sind immer am ersten und dritten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Wenn ihr euch in die Vorbereitung der Proteste und Aktionen einbringen wollt, kommt vorbei! Die Initiative Kurdistan – Solidarität Stuttgart trifft sich aktuell jeden Dienstag nach den Aktionen im Linken Zentrum Lilo Herrmann.

Ausführlichere Informationen zum türkischen Angriff findet ihr hier.

Einen aktuellen Ticker zur Siuation in Rojava findet ihr hier.

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